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Förderverein Brückenbergbahn e.V.
Cainsdorfer Bergstrasse 7
08064 Zwickau

Fax: 037606/2788


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Öffentliche Fahrttag – Führerstandsmitfahrten

07.09.2019 - 08.09.2019


Öffentliche Fahrttag – Führerstandsmitfahrten

05.10.2019 - 06.10.2019

Beschreibung

Zwickau Pöhlau - Zwickau Stadt

Die letzte Kohlenbahn im Zwickauer Steinkohlenrevier

Am 25. Juni 1855 wurde der Zwickauer Brückenberg-Steinkohlen-Verein gegründet. Die auf den Brückenberg getäuften Schächte sollten an das Eisenbahnnetz angeschlossen werden, aber erst 1862 wurde der Antrag vom Kgl. Sächs. Ministerium für Finanzen genehmigt und 2 Jahre später begannen die Projektierungsarbeiten. Am 23. August 1870 unterzeichnete das Kgl. Sächs. Ministerium für Finanzen und der Vorstand der Brückenberg-Kohlenbahn den Vertrag über “den Bau und Betrieb einer die Kohlenwerke des Vereins mit dem Stationsplatze der Staatseisenbahn zu Zwickau verbindenden Zweigeisenbahn”, Der Deutsch-Französische Krieg 1870/71 und die schwierige Trassenführung verzögerten die Arbeiten an der Strecke. Am 24. Oktober 1872 erhielt das Ministerium die Meldung, das die Kohlenbahn im Vormonat in Betrieb genommen wurde. Sie war die letzte Kohlenbahn im Zwickauer Revier.

1978 wurde auf dem Martin-Hoop-Schacht IV die letzte Steinkohle gefördert. Schon vor der Einstellung des Kohlebergbaues wandelte sich die Kohlenbahn zu einer Industriebahn. Im Rahmen der Bergbaunachfolgeindustrie wurde die Bahn im Bereich des Martin-Hoop-Schacht IV umgebaut. Auf der Stecke wurden immer noch Kohlen transportiert, jetzt aber bergwärts zu den Kraftwerken Karl-Marx III und Martin-Hoop IV. Nach 1990 verringerte sich das Transportaufkommen schlagartig. Die letzten Züge fuhren im Dezember 1998. Der Eigentümer der Stecke ist heute die Zwickauer Energieversorgung GmbH.

Seit 2009 bemüht sich der Förderverein Brückenbergbahn e. V. um den Erhalt der noch verbliebenen Strecke der Brückenberg-Kohlenbahn Zwickau. Eine Verbindung zum Bahnhof Zwickau gibt es derzeit nicht. Die gesamte Strecke bis zum Martin-Hoop Schacht IV steht unter Denkmalschutz . Ab dem Jahr 2012 führt der Verein regelmäßig Fahrtage auf der Strecke vom Stellwerk W4 zum Pöhlauer Bahnhof durch.

Strecke

Bahnstrecke Brückenberg-Kohlenbahn

Lage

Die Brückenberg-Kohlenbahn ist eine alte Industriebahn direkt in Zwickau. Sie führt vom Stellwerk W3 an der Parkstraße gegenüber der Freilichtbühne am Schwanenteich durch die Stadt über 5 Straßenbrücken und die Muldebrücke bis zum ehemaligen Brückenbergschacht 1 im Zwickauer Vorort Pöhlau.

Anfahrt mit Bus & Bahn zu den Fahrtagen

Zu erreichen ist die Brückenberg-Kohlenbahn bequem per Zug über den Haltepunkt Zwickau (Stadthalle) und anschließend ca. 15 Minuten per Fuß zum Einstieg an der Reinsdorfer Str.. Am Endpunkt in Pöhlau ist kein ÖPNV möglich.

Mit dem Bus der Linie 135 fahren Sie bis Abzw. Kraftwerk, Zwickau und laufen auf der Reinsdorfer Str. Richtung Zentrum ca. 300 m bis zum Bahnübergang an der Reinsdorfer Str..

Mit dem Bus der Linie 24 fahren ab Zwickau Neumarkt bis Pöhlau Mitte, und laufen entlang der Pöhlauer Str. in Richtung Zwickau bis zum Endbahnhof Pöhlau.

Anfahrt mit dem Auto

Für die Anreise mit dem Pkw empfiehlt sich die Fahrt von Zwickau Zentrum auf die Reinsdorfer Str. 6 bis zum Bahnübergang.

Für die Anreise mit dem Pkw nach Pöhlau empfiehlt sich die Fahrt nach Pöhlau, Pöhlauer Str.

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Über “den Bau und Betrieb einer die Kohlenwerke des Vereins mit dem Stationsplatze der Staatseisenbahn zu Zwickau verbindenden Zweigeisenbahn”

Ab Anfang 1873 wurde die Betriebsführung durch die Kgl. Sächs. Staatseisenbahn bis zum Bahnhof Pöhlau übernommen. Unmittelbar nach Betriebsaufnahme begannen auch die Diskussionen über Personenverkehr auf der Strecke, welche aber währen des gesamten Bestehens der Brückenbergbahn fruchtlos verliefen. 1882 wurde die Strecke durch die Stadt Zwickau höher gelegt, dadurch sind mehrere Bahnübergänge entfallen. In den Jahren bis1892 wurden weitere Schächte mittels Anschlussgleisen an die Bahn angeschlossen, infolge dessen entwickelte sich der Bahnhof Pöhlau zum Dreh- und Angelpunkt der Brückenbergbahn. Am 18. Januar 1904 wurde der Morgensternschacht III fertig geteuft, somit war auch eine Gleisanbindung notwendig.

Erste Entwürfe sahen eine Anschlussbahn von Pölbitz vor, welche jedoch zugunsten einer Erweiterung der Brückenbergbahn vom Bahnhof Pöhlau aus verworfen wurde. Eine direkte Verlängerung der Strecke war Aufgrund des Höhenunterschiedes vom Pöhlauer Bahnhof zur Dresdner Straße nicht möglich. Man entschied sich für den Bau von mehreren Aufstellgleisen in der Verlängerung des Bahnhofs Pöhlau und im weiteren Verlauf folgte eine doppelten Spitzkehre mit einer Steigung von 1:25, ein Damm und die Überbrückung der Pöhlauer Strasse mittels einer 16,50m langen und 9,25m hohen Brücke mit weiteren Steigungen bis 1:33, einer Unterführung durch die Dresdner Straße bis zum Morgensterschacht III. Am 13. April 1909 verkehrte der erste Zug. Mit der Inbetriebnahme der neuen Strecke pendelte sich die Transportleistung über den Bahnhof Pöhlau bei ca. 400.000t pro Jahr ein und steigerte sich bis 1940 auf ca. 500.000t.

Die nächste Erweiterung erfolgte im Jahr 1948 bis zum Morgensternschacht IV welcher auf Befehl der sowj. Militäradministration zum Hauptförderschacht des Mülsenfeldes ausgebaut wurde. Die ca. 1,7 km lange Stecke hatte ebenfalls Steigungen bis zu 1:32 zu überwinden. Alle Züge ab dem Pöhlauer Bahnhof in Richtung Morgensternschächte wurden durch die Lokomotiven wegen der großen Steigungen geschoben. Die größte Jahrestransportleistung von Kohle wurde im Jahr 1969 mit ca. 900.000t erreicht.

Fahrtage:

Die Brückenberg-Kohlenbahn Zwickau fährt an ausgesuchten Terminen.